KRANKENGYMNASTIK
Bobath-Therapie für Erwachsene
Die Bobath-Therapie ist ein Behandlungskonzept, das sich auf das Interesse, die Motivation und die Aktivität der Patienten mit neurologischen Erkrankungen bezieht. Es lässt Raum für eine individuelle Gestaltung des Therapieprozesses durch die Therapeutin, den Patienten und seine Bezugspersonen. Die Therapie zielt darauf, dem Patienten eigenständige, variable Problemlösungen für seine Handlungsziele zu vermitteln, die sich günstig und fördernd auf die Qualität von Haltung und Bewegung auswirken. „Bewegung wird eigentlich nicht gelehrt. Vielmehr soll das Gefühl für Bewegung vermittelt werden, und zwar so alltagsnah wie möglich." (Berta Bobath)
Myofasziale Schmerztherapie
Die Myofasziale Schmerztherapie ist eine ganzheitliche Behandlung, bei der mit manuell-therapeutischen Techniken akute und chronische Schmerzen des Bewegungsapparates wie z.B. das Schulter-Nacken-Arm-Syndrom, Beschwerden der Wirbelsäule, Migräne und Kiefergelenkdysfunktionen angesprochen werden. Es werden Schmerzpunkte in Muskel- und Bindegewebe (Faszien) behandelt. Mit Hilfe dieser Therapie können auch hartnäckige oder therapieresistente Beschwerden erfolgreich behandelt und eine langfristige Reduzierung der Schmerzen erreicht werden.
Atemtherapie
Bei der reflektorischen Atemtherapie (RAT) wirkt der Therapeut durch die manuelle Stimulierung konkreter Körperrezeptoren auf Atemrhythmus und Tiefe des Patienten ein. So wird eine Optimierung der individuellen Atemvorgänge und damit auch eine Verbesserung der Beweglichkeit des Körpers sowie eine Schmerzreduktion und eine positive Beeinflussung der Psyche erreicht. Die therapeutischen Griffe der RAT und die ergänzenden Yogaübungen bilden ein ganzheitliches Behandlungskonzept.
ENTWICKLUNGSFÖRDERUNG
Bobath-Therapie für Babys und Kinder
Durch eine stetige Weiterentwicklung des in den 1940er Jahren von Berta und Karel Bobath entwickelten ganzheitlichen Konzepts etablierte sich diese Therapieform besonders zur Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit Regulationsstörungen, Lage- und Haltungsasymmetrien, Entwicklungsverzögerungen und zentralen Koordinationsstörungen. In der Therapie versuchen wir mit gezielten Maßnahmen die Eigenregulation in Bezug auf Haltung und Bewegung zu unterstützen. Erklärtes Ziel des Konzeptes ist es, das Kind in seinen Fähigkeiten zu erkennen und seine Kompetenzen zu entwickeln und auszubauen.
Sensorische Integration
Ziel der Sensorischen Integration ist, eine gute Wahrnehmung und Verarbeitung der Sinnesreize zu erreichen. Durch ein systematisches Ansprechen aller Sinnesorgane – dazu gehören neben hören, sehen, riechen, schmecken und tasten auch die Eigenwahrnehmung und das Gleichgewicht – wird dem Kind die Möglichkeit gegeben, ein verstärktes Reizangebot zu erfahren und sinnvoll zu verarbeiten. In alltagsnahen Spielsituationen lernt das Kind, seine motorischen und emotionalen Handlungen besser an die Umwelt anzupassen. Durch seine Eigenaktivität gelangt es zu immer neuen Erfahrungen, die das Selbstbewusstsein und eine weitere Entwicklung fördern.
Arbeit nach Hengstenberg und Pikler
Elfriede Hengstenberg erkannte, dass in den Kindern das Bedürfnis nach Selbstständigkeit in all ihrem Tun ein wesentliches Merkmal ihrer Entwicklung ist. Dies unterstützte sie in ihrer Arbeit mit Kindern durch ein großes Angebot an Materialien, mit denen sie ihren Bewegungsdrang, ihre Geschicklichkeit und ihre Möglichkeiten ausprobieren konnten. Hengstenberg und Pikler lernten sich 1935 kennen und stellten fest, dass sie die gleichen Erkenntnisse zum Wesen der kindlichen Entwicklung teilten. Emmi Pikler beobachtete, dass bei achtsamer und respektvoller Pflege bereits das Neugeborene und der Säugling mit dem Erwachsenen kooperieren und initiativ werden. Diese Art des Umgangs stärkt die Persönlichkeit des Kindes und fördert seine Gesamtentwicklung. Ihre Forschungsarbeit zu der selbständigen Bewegungsentwicklung der Säuglinge beschreibt sie anschaulich in ihrem Buch "Lasst mir Zeit".
Begleitung von Schreibabys
Jedes Baby, das schreit, hat einen Grund dafür. Vermehrt weinende und unruhige Neugeborene versetzen ihre Eltern oft in Daueralarm. Diese wollen nur das Beste für ihr Kind, finden aber gelegentlich nicht den geeigneten Zugang. In solchen Situationen fungieren wir als „Übersetzer” des Säuglings und helfen den Eltern, dessen unterschiedliche Bedürfnisse zu erkennen und darauf einzugehen. Dafür arbeiten wir gemeinsam am Schlaf-/Wachrhythmus und am Trinkverhalten und setzen hilfreiche Haltepositionen ein. Mit einer gezielten Bobath- und sensorischen Integrationstherapie fördern wir die Sinneswahrnehmung und die motorische Entwicklung.
KÖRPERARBEIT
Arbeitsweise nach Elsa Gindler
Ursprünglich kam Elsa Gindler aus der Gymnastik, erkannte aber bald den Zusammenhang zwischen physischen und psychischen Zuständen. Sie entwickelte ihre Arbeit weg von gymnastischen Übungen hin zu einer experimentellen Forschungsarbeit mit dem Fokus auf Zustandsveränderungen in körperlicher Haltung, innerer Stimmung und der eigenen Entwicklungsmöglichkeit (Nachentfaltung). Als Ziel ihrer besonderen Arbeit definierte sie, "den Menschen für eine Verhaltensweise zu interessieren, durch die seine Bewegungen und sein Organismus möglichst störungsfrei reagieren und funktionieren. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn die Arbeit..... in all unseren täglichen Betätigungen versucht wird." (E. Gindler)
Fußreflexzonentherapie
Schmerzende Stellen, Verhärtungen oder Verhornungen können Auskunft über den Zustand anderer Körperteile und Organe geben. Rund 72.000 Nervenstränge verbinden die inneren Organe mit den Hautzonen der Füße. Das Stimulieren dieser Reflexzonen löst positive Reaktionen im Organ, Muskel oder Gelenk aus. Dadurch wird es möglich, über die Füße therapeutisch auf den gesamten Organismus einzuwirken.
Craniosacrale Therapie
Die Craniosacrale Therapie ist eine sanfte manuelle Therapie. Sie befasst sich mit der Mobilität und Motilität – also der inneren und äußeren Beweglichkeit – des Bindegewebes und richtet ihren Fokus auf die Behandlung zwischen Kopf (lat. cranium) und Kreuzbein (lat. sacrum). Sie basiert auf der Arbeit mit der cranialen Rhythmik, die sich im feinen Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zeigt. Diese feinen pulsierenden Bewegungsmuster können vom Craniosacral-Therapeuten mit leichtem Kontakt erspürt werden und lassen sich in gezielte Impulse zur Anregung der Selbstheilungskräfte umsetzen.
PRÄVENTION
Nordic Walking
fordert und trainiert fast alle Muskelgruppen des Körpers. Im Gegensatz zum normalen Gehen werden beinahe doppelt so viele Kalorien verbrannt. Der Sport ist leicht erlernbar und kann zu jeder Jahreszeit ausgeübt werden. Durch den Einsatz der Stöcke wird die Belastung der Gelenke, Bänder und Knochen in den Beinen um fast ein Drittel reduziert. Auch als Rehabilitationssport ist Nordic Walking ideal. Es löst Muskelverspannungen im Schulter-und Nackenbereich, hilft gegen Rückenbeschwerden, stärkt Knochen und trainiert Herz und Kreislauf. Wenn Sie Freude an Bewegung in der freien Natur haben, setzen Sie sich bitte mit Susanne Hemsing (Tel. 030.8154161) in Verbindung.